Vortrag zur Entwicklung des Westwerks kam bei internationalen Experten gut an.

Rund 90 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der „Europäischen Dombaumeistertagung“, die in diesem Jahr in Paderborn stattfand, waren in das dortige Forum St. Liborius gekommen, um sich über das Westwerk Corvey und die dort geplanten Maßnahmen sowie die didaktische Erschließung zu informieren. Das Motto ihrer Tagung lautete „genius loci – der Geist des Ortes“. Da passte der Vortrag zum Welterbe an der Weser gut. Einerseits gilt es hier die einzigartige, karolingische Architektur des Westwerks zu sichern und zu erhalten, anderseits die europäische Bedeutung des Ortes und seine wechselvolle Geschichte zeitgemäß lebendig werden zu lassen.

Gleich drei Mitglieder des Kompetenzteams Welterbe Westwerk erläuterten vor den Dombaumeistern die konservatorischen und restauratorischen Maßnahmen: Projektleiter Prof. Dr. Christoph Stiegemann, Dipl.-Rest. Karen Keller, die die restauratorische Fachbauleitung übernommen hat und Annika Pröbe M.A., die wissenschaftliche Koordinatorin des Projekts.

Auf Grund der Komplexität des Themas konnten Methodik und Vorgehensweise natürlich nur umrissen werden. So mancher hätte aber gerne tiefer nachgefragt, und so suchten viele der auswärtigen Experten anschließend das persönliche Gespräch mit dem Corveyer Team. Es wurden erfreulich viele neue Kontakte geschlossen und Austausch vereinbart – das Netzwerk wächst.

Europäischen Dombaumeistertagung 2018

Prof. Dr. Christoph Stiegemann zur Bedeutung des Welterbe Westwerk Corvey.

Dipl.-Rest. Karen Keller stellt Untersuchungsmethoden vor.